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4 – Der verschwundene Schatz

Schatzsuche

„Eine Schatzkarte! Eine echte Schatzkarte!“

Otto Oregano kam über den Marktplatz gerannt und wedelte mit einem alten, vergilbten Stück Papier. Emil Erbse und Bea Brokkoli liefen sofort zu ihm.

„Ich habe sie auf meinem Dachboden gefunden“, rief Otto aufgeregt. „Sie führt zu einem uralten Schatz, irgendwo hier im Gemüseland!“

Bea betrachtete die Karte. Man konnte Wege, Bäche und ein großes X erkennen. „Dann auf zur Schatzsuche!“, sagte sie.

Schnell kamen Freunde dazu: Christel Chicoree, Greta Gurke und Fritz Fisole wollten alle mit.

Am nächsten Morgen ging es los. Die Karte führte sie durch den dichten Kürbiswald. Dort standen riesige Kürbisse wie ein Irrgarten. Zum Glück kannte sich Christel aus und zeigte den Weg. Danach mussten sie über eine wackelige Brücke. Greta konnte gut balancieren und half allen sicher hinüber.

Doch dann wurde es seltsam. Mitten auf dem Weg lag eine zweite Karte. Sie zeigte in eine ganz andere Richtung.

„Oh, vielleicht müssen wir hier lang“, sagte Emil und folgte ihr.

Sie liefen und liefen – und standen plötzlich vor einer Felswand. Eine Sackgasse.

„Hier geht es nicht weiter“, sagte Emil ratlos. „Wir haben uns verlaufen.“

Bea holte die echte Karte wieder hervor und verglich sie. „Diese zweite Karte war falsch“, sagte sie langsam. „Jemand wollte uns in die Irre führen. Wir müssen zurück und der richtigen Karte vertrauen.“

Also gingen sie den ganzen Weg zurück. Diesmal achteten sie genau auf jedes Zeichen. Endlich kamen sie zu einem großen, alten Eichenbaum – beim X auf der Karte.

Unter dem Baum lag eine schwere Steinkiste, ganz von Moos bedeckt. Gemeinsam hoben sie den Deckel. Darin war eine kleinere Truhe. Bea öffnete sie vorsichtig, und alle hielten den Atem an.

In der Truhe lag kein Gold. Stattdessen lagen dort alte Schmuckstücke und ein altes Buch. Es erzählte, wie das Gemüseland vor langer Zeit entstanden war.

„Das ist der wahre Schatz“, sagte Bea leise. „Die Geschichte von früher.“

Plötzlich hörten sie ein fröhliches Lachen. Es war Frida Fenchel. „Ich habe auch eine Karte gefunden!“, rief sie und öffnete eine bunte Kiste voller Süßigkeiten. „Die falschen Karten waren von mir – als kleines Spiel. Ich wollte, dass ihr nicht aufgebt.“

Alle lachten. Sie setzten sich zusammen, naschten von den Süßigkeiten und tranken Kräutertee von Hanna Hirse. Die Sonne ging unter und machte alles golden.

„Das war ein tolles Abenteuer“, sagte Emil glücklich.

„Und das Beste ist“, sagte Bea, „dass wir nicht aufgegeben haben – zusammen.“

Ende

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